{"id":220,"date":"2015-11-09T08:35:22","date_gmt":"2015-11-09T08:35:22","guid":{"rendered":"http:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/?p=220"},"modified":"2015-11-09T08:35:22","modified_gmt":"2015-11-09T08:35:22","slug":"noser-und-knecht-sind-klare-favoriten-fuer-die-staenderatswahl-in-zuerich-und-aargau","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/noser-und-knecht-sind-klare-favoriten-fuer-die-staenderatswahl-in-zuerich-und-aargau\/","title":{"rendered":"Noser und Knecht sind klare Favoriten f\u00fcr die St\u00e4nderatswahl in Z\u00fcrich und Aargau"},"content":{"rendered":"<p><em>Dieser Artikel erschien am 8. November 2015 in der <a href=\"http:\/\/www.sonntagszeitung.ch\/read\/sz_08_11_2015\/nachrichten\/Noser-und-Knecht-sind-klare-Favoriten-fuer-die-Staenderatswahl-in-Zuerich-und-Aargau-48487\">SonntagsZeitung<\/a>. Geschrieben mit Denis von Burg.\u00a0<\/em><\/p>\n<p><strong>Nur wenn Linke und Mitte strategisch w\u00e4hlen, k\u00f6nnen sie weitere SVP- und FDP-St\u00e4nder\u00e4te verhindern.<\/strong><\/p>\n<p class=\"P\"><em><strong>Bern<\/strong><\/em> Der Rechtsrutsch im Nationalrat ist schon besiegelt. Doch dieser k\u00f6nnte im St\u00e4nderat noch relativiert werden. Die Linke und die Mitte haben es in mehreren Kantonen in der Hand, den Vormarsch der SVP und der FDP zu stoppen. Das W\u00e4hlerpotenzial w\u00e4re vor\u00adhanden. Das zeigt eine Wahlsimulation der Forschungsstelle Sotomo, die auf der Basis der Tamedia-Wahlstudie des ersten Wahlgangs die Stimmenverteilung analysiert und das Potenzial der Kandidaten f\u00fcr den zweiten Wahlgang berechnet hat.<\/p>\n<figure id=\"attachment_221\" aria-describedby=\"caption-attachment-221\" style=\"width: 595px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-221\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?resize=525%2C817\" alt=\"W\u00e4hlerpotential in den Kantonen Aargau und Z\u00fcrich. Grafik: J\u00fcrg Candrian (SoZ)\" width=\"525\" height=\"817\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?resize=595%2C926&amp;ssl=1 595w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?resize=960%2C1494&amp;ssl=1 960w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?resize=1260%2C1961&amp;ssl=1 1260w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?resize=900%2C1401&amp;ssl=1 900w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?w=1316&amp;ssl=1 1316w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/11\/Staenderatgrafik.jpg?w=1050 1050w\" sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-221\" class=\"wp-caption-text\">W\u00e4hlerpotential in den Kantonen Aargau und Z\u00fcrich. Grafik: J\u00fcrg Candrian (SoZ)<\/figcaption><\/figure>\n<p class=\"P\">Wenige Wochen vor dem Urnen\u00adgang versuchen Mitte- und Linksparteien, ihre Anh\u00e4nger davon abzuhalten, aus Angst vor weite\u00adren SVP-Erfolgen Freisinnige zu w\u00e4hlen. Stattdessen sollen diese konsequent auf Kandidaten der CVP, der SP und der Gr\u00fcnen setzen. Quer durch die Schweiz bilden sich Mitte-links-Wahl\u00adallianzen gegen favorisierte FDP- und SVP-St\u00e4nderatskandidaten.<\/p>\n<p class=\"P\">Kampfzone Nummer eins sind der Aargau und Z\u00fcrich, wo Mitte-links Aussicht auf zus\u00e4tzliche Sitze hat. Im Aargau soll CVP-Frau Ruth Humbel den bisherigen FDP\u2011Sitz holen. In Z\u00fcrich soll der Gr\u00fcnen-Aufsteiger Bastien Girod ebenfalls der FDP einen Sitz wegschnappen. Sowohl Humbel wie Girod rangieren in ihren Kantonen bis jetzt nur an dritter Stelle. Trotzdem w\u00e4re das Potenzial f\u00fcr einen Coup bei beiden vorhanden.<\/p>\n<p class=\"ZT\"><strong>Linke Kampagne f\u00fcr Humbel im \u00a0 Aargau<\/strong><\/p>\n<p class=\"P\">Dass die Linke und die Mitte das Feld noch nicht den Rechtsb\u00fcrgerlichen \u00fcberlassen haben, zeigte sich in den letzten Tagen. Die Partei\u00adspitzen weibeln f\u00fcr den Aufstand gegen SVP und FDP. Im Aargau ist eine Mitte-links-Allianz f\u00fcr Ruth Humbel entstanden. Nachdem SP-Kandidatin Pascale Bruderer im ersten Durchgang gew\u00e4hlt wurde, setzen die Genossen voll auf Humbel. Die Partei mobilisiert mit Inseraten und Massenmails, in denen die CVP-Frau als \u00abB\u00fcrgerliche, mit der man reden kann\u00bb gepriesen und FDP-Kandidat \u00adPhilipp M\u00fcller als SVP-Klon dargestellt wird.<\/p>\n<p class=\"P\">Gr\u00fcne und gr\u00fcnliberale Spitzenpolitiker sind dem Humbel-Wahlkomitee beigetreten. BDP und EVP unterst\u00fctzen die CVP-Frau offiziell. Die Humbel-Allianz hat rein rechnerisch die Chance zu gewinnen. Daf\u00fcr m\u00fcssten W\u00e4hler der Linken und der Mitte aber konsequent Humbel auf den Wahlzettel schreiben. Tats\u00e4chlich werden aber ge\u00adm\u00e4ss den Sotomo-Berechnungen am 22. \u00a0 November \u00fcber 12 000 SP-W\u00e4hler Philipp M\u00fcller w\u00e4hlen.<\/p>\n<p class=\"P\"><!--more--><\/p>\n<p class=\"P\">\u00abWir m\u00fcssen die Aargauer davon \u00fcberzeugen, dass die freisinnige Logik nicht stimmt und man nicht Philipp M\u00fcller w\u00e4hlen muss, um Hansj\u00f6rg Knecht zu ver\u00adhindern\u00bb, heisst es im Humbel-Komitee. Wenn sich die W\u00e4hler aber so wie im ersten Wahlgang verhalten, wird es f\u00fcr Humbel nicht reichen, wie die Sotomo-Berechnungen \u00adzeigen.<\/p>\n<p class=\"P\">Doch mit der aufwendigen Kampagne der Humbel-Allianz und wenn Mitte-links geeint stimmt, k\u00f6nnte sich die CVP den zweiten Aargauer St\u00e4nderatssitz holen und SVP-Mann Knecht sowie M\u00fcller verhindern.<\/p>\n<p class=\"ZT\"><strong>\u00abTeam Girod\u00bb weibelt vor allem online f\u00fcr Z\u00fcrcher Stimmen<\/strong><\/p>\n<p class=\"P\">In Z\u00fcrich scheint die Chance des Angriffs auf den FDP-Sitz kleiner zu sein. Offiziell unterst\u00fctzen BDP, EVP und CVP die Kandidatur \u00adNoser. Doch rein rechnerisch w\u00e4re ein gr\u00fcner Coup immer noch m\u00f6glich. Das rechnete k\u00fcrzlich der \u00adStratege der Alternativen Liste, \u00adNiklaus Scherr, \u00f6ffentlich aus. Daf\u00fcr m\u00fcssten aber linke und gr\u00fcne W\u00e4hler ausnahmslos hinter Girod stehen sowie ein Viertel bis ein Drittel der Mitte-W\u00e4hler. Oder in den Worten Girods: \u00abWeil eins plus eins zwei sind und eins minus eins gleich null ist, sollten alle, die Jositsch gew\u00e4hlt haben, nun Bastien Girod w\u00e4hlen.\u00bb<\/p>\n<p class=\"P\">Doch Umweltforscher Girod muss nicht einmal selber etwas leisten, um seinen gr\u00f6ssten Vorteil zu erzielen: Weil FDP und SVP an \u00adihren Kandidaturen festhalten, \u00adanstatt auf einen gemeinsamen Kandidaten zu setzen, k\u00f6nnte \u00adGirod als lachender Dritter siegen. FDP und SVP werden sich auch im zweiten Wahlgang gegenseitig Stimmen streitig machen.<\/p>\n<p class=\"P\">Girods Kampagne hat sich in den letzten Wochen noch intensiviert. Seine Unterst\u00fctzer nennen sich \u00abTeam Girod\u00bb und weibeln mit dem Hashtag #rechtsreichts vor allem auf sozialen Netzwerken f\u00fcr Stimmen. Auf Twitter und Facebook finden sich Profilbilder mit integriertem \u00abGirod\u00bb-Banner. Die junge Generation f\u00fchlt sich von Girod besser repr\u00e4sentiert. Das zeigt sich beispielsweise bei den Gr\u00fcnliberalen. W\u00e4hrend die Mutter\u00adpartei keine Empfehlung abgeben will, sind die jungen Gr\u00fcn\u00adliberalen bekennende Mitglieder des \u00abTeams Girod\u00bb.<\/p>\n<p class=\"ZT\"><strong>Die Beteiligung nimmt zwischen den Wahlg\u00e4ngen in der Regel ab<\/strong><\/p>\n<p class=\"P\">In Z\u00fcrich werden die Chancen f\u00fcr Girod aber davon abh\u00e4ngen, ob er die Linke mobilisieren kann. Die parteiinternen Uneinigkeiten in der SP, in der sich einige wie Regierungsrat Mario Fehr \u00f6ffentlich f\u00fcr Noser aussprechen, k\u00f6nnten den \u00abCoup Girod\u00bb verunm\u00f6glichen.<\/p>\n<p class=\"P\">Der entscheidende Faktor im Showdown um den St\u00e4nderat wird die W\u00e4hlermobilisierung sein. Hier m\u00fcssen beide Lager zittern. \u00abDie Beteiligung nimmt zwischen den beiden Wahlg\u00e4ngen in der \u00adRegel ab\u00bb, sagt Thomas Milic von der Forschungsstelle Sotomo.<\/p>\n<p class=\"P\">Bis jetzt hat sich der St\u00e4nderat leicht nach rechts verschoben. In den Kantonen Uri und Nidwalden hat die FDP je einen Sitz auf Kosten von CVP und GLP gewonnen. Nun k\u00f6nnte Mitte-links im Aargau und in Z\u00fcrich diese Sitze zur\u00fcckholen. Auch in Obwalden gibt man dem CVP-Kandidaten Erich Ettlin eine Chance auf den bisher von der FDP besetzten Sitz.<\/p>\n<p class=\"P\">In den anderen Kantonen ist eine Verschiebung der Sitze zwischen Mitte-links und rechts-b\u00fcrgerlich laut Sotomo-Berechnungen unwahrscheinlich. Im besten Fall f\u00fcr das Mitte-links-Lager gewinnt es insgesamt einen Sitz, im schlechtesten Fall verliert es zwei.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Dieser Artikel erschien am 8. November 2015 in der SonntagsZeitung. Geschrieben mit Denis von Burg.\u00a0 Nur wenn Linke und Mitte strategisch w\u00e4hlen, k\u00f6nnen sie weitere SVP- und FDP-St\u00e4nder\u00e4te verhindern. Bern Der Rechtsrutsch im Nationalrat ist schon besiegelt. Doch dieser k\u00f6nnte im St\u00e4nderat noch relativiert werden. Die Linke und die Mitte haben es in mehreren Kantonen &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/noser-und-knecht-sind-klare-favoriten-fuer-die-staenderatswahl-in-zuerich-und-aargau\/\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eNoser und Knecht sind klare Favoriten f\u00fcr die St\u00e4nderatswahl in Z\u00fcrich und Aargau\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"jetpack_post_was_ever_published":false,"_jetpack_newsletter_access":"","_jetpack_dont_email_post_to_subs":false,"_jetpack_newsletter_tier_id":0,"_jetpack_memberships_contains_paywalled_content":false,"_jetpack_memberships_contains_paid_content":false,"footnotes":""},"categories":[21],"tags":[],"class_list":["post-220","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-aus-meiner-feder"],"jetpack_featured_media_url":"","jetpack_sharing_enabled":true,"jetpack_shortlink":"https:\/\/wp.me\/p6q6BC-3y","jetpack-related-posts":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220"}],"collection":[{"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=220"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":222,"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/220\/revisions\/222"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=220"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=220"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=220"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}