{"id":400,"date":"2016-02-15T08:15:39","date_gmt":"2016-02-15T08:15:39","guid":{"rendered":"http:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/?p=400"},"modified":"2016-10-17T08:58:09","modified_gmt":"2016-10-17T08:58:09","slug":"bauer-reich-sucht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/bauer-reich-sucht\/","title":{"rendered":"Bauer, reich, sucht&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Je gr\u00f6sser, desto mehr. Wer viel Land besitzt, erh\u00e4lt in der Schweiz mehr Direktzahlungen. Wo die gr\u00f6ssten Profiteure landwirtschaftlich t\u00e4tig sind.<\/strong><\/p>\n<p>3,6 Milliarden hat der Bund im Jahr 2016 f\u00fcr die Landwirtschaft budgetiert. Die letzten zwei Jahre wurde derselbe Beitrag ausgegeben. Dies macht 5,4 Prozent des Schweizer Haushaltsbudgets aus. Neben dem administrativen Aufwand geht das meiste Geld (um die 2,9 Milliarden) als sogenannte Direktzahlungen an die Betriebe. Diese Beitr\u00e4ge sind in den letzten Jahren stark gewachsen.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/tagi.dwcdn.net\/v5TG0\/1\/\" width=\"600\" height=\"500\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>Doch nicht jeder Landwirt erh\u00e4lt gleich viel Geld. Die Zahlungen sind durch einen Verteilschl\u00fcssel geregelt. Im Laufe der Debatte zur Agrarpolitik 2014\u20132017 haben sich die Schwerpunkte der Beitragszahlung verschoben. Unter anderem kriegen Bauern mit grossen Landfl\u00e4chen mehr Beitr\u00e4ge als fr\u00fcher. Bislang haben Betriebe nur bis zur 40. Hektare Land die volle Zahlung erhalten, ab der 41. Hektare wurde diese reduziert. Neu liegt die Limite bei 60 Hektaren. Ausserdem gibt es kein Maximum mehr bei den Direktzahlungen.<\/p>\n<p>Der Trend zeigt: In der Schweiz gibt es immer gr\u00f6ssere Betriebe. W\u00e4hrend vor 40 Jahren Betriebe mit einer Fl\u00e4che unter 10 Hektaren die Schweizer Landschaft dominierten, machen sie heute nur noch einen Viertel der Betriebe aus. 35 Prozent der Betriebe bewirtschaften je \u00fcber 20 Hektaren Land. Auch die Anzahl der Landwirte, die mehr als 50 Hektaren besitzen, steigt.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/tagi.dwcdn.net\/zu8SE\/5\/\" width=\"600\" height=\"420\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Kleinbauern bem\u00e4ngeln nun, dass diese neue Agrarpolitik grosse Betriebe beg\u00fcnstigt. Sie haben am Dienstag einen Vorstoss dagegen lanciert. Damit fordern sie eine Limite von 150&#8217;000 Franken f\u00fcr Direktzahlungen.<\/p>\n<p>Gem\u00e4ss dem Bundesamt f\u00fcr Landwirtschaft erhielten im Jahr 2014 \u00fcber 1300 Betriebe <b>mehr als 150&#8217;000 <\/b>Franken. Davon bezogen 388 Betriebe <b> mehr als 200&#8217;000<\/b> Franken. Und 48 Betriebe konnten <b>mehr als 300&#8217;000 <\/b>Franken Direktzahlungen beantragen.<\/p>\n<p>Die Betriebe, die am meisten Direktzahlungen erhalten, befinden sich vor allem in der Westschweiz und in Graub\u00fcnden.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" style=\"width: 80%; height: 800px; overflow: hidden;\" src=\"http:\/\/interaktiv.tagesanzeiger.ch\/2016\/kleinbauern\/\" width=\"80%\" height=\"800\" frameborder=\"0\" scrolling=\"no\"><\/iframe><\/p>\n<p>Es gibt Direktzahlungen f\u00fcr viele verschiedene Zwecke. Sie wollen Anreize wecken, im Sinne der Marktwirtschaft, der Landschaftspflege und des Tierwohls zu wirtschaften. W\u00e4hrend einige Beitr\u00e4ge unabh\u00e4ngig von der Gr\u00f6sse des Betriebs sind, wird am meisten Geld f\u00fcr die sogenannten Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4ge verwendet, die sich anhand der genutzten Fl\u00e4che definiert. Je mehr Land, desto mehr Geld.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/tagi.dwcdn.net\/JZGTm\/4\/\" width=\"600\" height=\"300\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p><i>Kulturlandschaftsbeitr\u00e4ge beinhalten beispielsweise Zahlungen an Bauern, die steile H\u00e4nge oder anderes unzug\u00e4ngliches Land bewirtschaften. Mit den Versorgungssicherheitsbeitr\u00e4gen wird die Landfl\u00e4che verg\u00fctet, um die Produktionskapazit\u00e4t aufrechtzuerhalten. Mit den Biodiversit\u00e4tsbeitr\u00e4gen werden Anbauformen, die beispielsweise keine Pflanzenschutzmittel verwenden, belohnt. Mit dem Landschaftsqualit\u00e4tsbeitrag werden Projekte der Kantone zur Erhaltung, F\u00f6rderung und Weiterentwicklung vielf\u00e4ltiger Kulturlandschaften gef\u00f6rdert. Unter Produktionssystemsbeitr\u00e4ge fallen Beitr\u00e4ge f\u00fcr die biologische Landwirtschaft oder Tierwohlbeitr\u00e4ge.<\/i><\/p>\n<p>In den letzten Jahrzehnten geht die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe immer mehr zur\u00fcck. Vor allem die kleinen Betriebe verschwinden und werden durch grosse aufgekauft.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/tagi.dwcdn.net\/5t1uT\/1\/\" width=\"600\" height=\"420\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Trotzdem \u00fcberleben in der Schweiz kleine Bauernbetriebe noch l\u00e4nger als der Durchschnitt in Europa. In Polen beispielsweise verschwanden 37 Prozent der Betriebe in nur drei Jahren.<\/p>\n<p><iframe loading=\"lazy\" src=\"\/\/tagi.dwcdn.net\/n24d0\/1\/\" width=\"600\" height=\"450\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n<p>Dieser Artikel wurde am 4. Februar 2016 auf <a href=\"http:\/\/www.tagesanzeiger.ch\/schweiz\/bauer-reich-sucht\/story\/18672407\">TagesAnzeiger\/Newsnetz<\/a> publiziert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Je gr\u00f6sser, desto mehr. Wer viel Land besitzt, erh\u00e4lt in der Schweiz mehr Direktzahlungen. Wo die gr\u00f6ssten Profiteure landwirtschaftlich t\u00e4tig sind. 3,6 Milliarden hat der Bund im Jahr 2016 f\u00fcr die Landwirtschaft budgetiert. Die letzten zwei Jahre wurde derselbe Beitrag ausgegeben. Dies macht 5,4 Prozent des Schweizer Haushaltsbudgets aus. 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