{"id":547,"date":"2016-04-25T13:49:49","date_gmt":"2016-04-25T13:49:49","guid":{"rendered":"http:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/?p=547"},"modified":"2016-04-25T13:52:00","modified_gmt":"2016-04-25T13:52:00","slug":"wer-sich-in-thailand-nur-auf-touristenpfaden-bewegt-ist-selber-schuld","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wer-sich-in-thailand-nur-auf-touristenpfaden-bewegt-ist-selber-schuld\/","title":{"rendered":"Wer sich in Thailand nur auf Touristenpfaden bewegt, ist selber schuld"},"content":{"rendered":"<p><em>Tanzende Minderj\u00e4hrige im Rotlichtmilieu, Mojitos in Eimern, abstossende Angebote geschrieben auf laminiertem Papier, Tourist darf auf einem Elefanten reiten, dumme Betrunkenheit tanzend im Vollmondschein, Str\u00e4nde voller Leuchtreklamen, alles ist m\u00f6glich, Tourist darf den Elefanten auch streicheln, Hamburger und Pizza.<\/em><\/p>\n<p>F\u00fcr viele Thailandbesucher beginnt Thailand in Bangkok und endet in Phuket. Im besten Fall noch mit einem Abstecher in der Bergstadt Chiang Mai. Im schlechtesten Fall mit einem Besuch in Pattaya, wo die Moral im t\u00fcrkisblauen Wasser schwimmen geht.<\/p>\n<p>Es ist nicht so, dass Thailand nichts anderes zu bieten h\u00e4tte. \u00dcberraschend schnell IST man aus dem Jubelditrubel. Weg von den Tuk-Tuks, weg von der 24-Stunden-Party der Ko San Road, weg vom touristischen Thailand. Hinein in eine Welt, wo niemand Englisch spricht, wo Reisende als Attraktion der Dorfjugend herhalten m\u00fcssen, wo der Ventilator zum Treffpunkt wird.<\/p>\n<h4><strong>3 Vorschl\u00e4ge f\u00fcr ein alternatives Thailand:<\/strong><\/h4>\n<p><strong>Phimai: Wo du selbst zum Foto-Objekt wirst<\/strong><br \/>\nHier trifft sich Authenzit\u00e4t mit Besinnlichkeit. Die Kleinstadt drei Busstunden von Bangkok (Zwischenstop in Khorat) beherbergt die gr\u00f6sste Khmer-St\u00e4tte Thailands. Die sogenannten &#8220;R\u00f6mer S\u00fcdostasiens&#8221; breiteten sich von Kambodscha auch nach Thailand aus. Die Tempelstadt in Phimai ist gut erhalten. Ausser ein paar M\u00f6nchen spazieren hier eigentlich nur Schulklassen durch die jahrtausendealten Mauern. Im Gegensatz zu den Tempelanlagen in Sukothai, Chiang Mai und Bangkok hat man hier tats\u00e4chlich die notwendige Ruhe, um sich in fr\u00fchere Zeiten zur\u00fcck zu versetzen. Auch zu empfehlen ist der Baum ein bisschen ausserhalb der Stadt. Gl\u00e4ubige aus ganz Thailand reisen hierhin um ihre W\u00fcnsche abzugeben, sei es f\u00fcr eine Pr\u00fcfung oder eine L\u00f6sung f\u00fcr einen Familienstreit. Der Baum soll aus nur einem einzigen Baum gewachsen sein, mittlerweile ist es ein massives Konstrukt aus \u00c4sten, St\u00e4mmen und Bl\u00e4ttern. Wenn die Sonne untergeht erwacht Phimais bescheidene Hauptstrasse. An beiden Seiten stehen Essst\u00e4nde und improvisierte Restaurants. (Die Asiaten kennen Pop-up-Restaurants schon lange). Hier wird man als Nicht-Thai fotografiert und angelacht. Mit Hand und Fuss gelingt auch ein Gespr\u00e4ch mit ein paar Sch\u00fclerinnen. Ein Muss: Nudelsuppe! Und in der einzigen Bar Phimais, die irgendwie zu \u00fcberleben scheint, obwohl doch immer leer, kommt ab und zu ein junger Musiker vorbei. Mit seiner Gitarre gibt er schnulzige Lieder in Thai zum Besten. Bei jedem zweiten Lied macht ein Freund mit. Zuschauer gibt es keine, aber das st\u00f6rt hier niemanden.<br \/>\n<iframe loading=\"lazy\" width=\"560\" height=\"315\" src=\"https:\/\/www.youtube.com\/embed\/vV-UxMwZ6Bs\" frameborder=\"0\" allowfullscreen><\/iframe><\/p>\n<p><strong>Kao Yai: Wo dir Dschungeltiere Gutenacht sagen<br \/>\n<\/strong> Die Elefantendiskussion ist mittlerweile auch in Thailand angekommen. Als traditionell wichtiges Tier f\u00fcr Bauern und den K\u00f6nig, standen die Thais in letzter Zeit vermehrt in der Kritik, die Elefanten schlecht zu behandeln. Jahrelang wurden Touristen auf Elefantenr\u00fcckrn durch das Land geritten. Auf Asphalt, neben Autos, und in dr\u00fcckender Hitze. Besonders beliebt sind auch Elefantenshows, wo die Tiere Kunstst\u00fccke vorzeigen &#8211; wobei viele dabei st\u00fcrzen und sich verletzen. Mittlerweile zieht das Elephantenbusiness aber nicht mehr viel Touristengeld an, die &#8220;awareness&#8221; wird immer gr\u00f6sser. Deshalb sattlen Elephantenbesitzer nun um: statt reiten pflegen, statt Kunstst\u00fccke zuschauen, Elefantenr\u00fccken schrubben. Im Norden Thailands, vor allem in Chiang Mai gibt es viele dieser Angebote. So gut gemeint dieses neue Elefantengesch\u00e4ft ist, so \u00e4ndert es nichts daran, dass die wilden Tiere nicht mehr in wilder Natur leben d\u00fcrfen. Als Alternative f\u00fcr Elephantenliebhaber gilt aber der Kao Yai Nationalpark. Ein nicht abgez\u00e4untes Gebiet purer Dschungel. Nat\u00fcrlich gibt es immer das Risiko, dass man dann keinen Elefanten sieht&#8230; Aber das macht es umso spezieller, wenn man Gl\u00fcck hat. Ausserdem: Zelten unter Prachtssternenhimmel w\u00e4hrend verschiedene Tiere (von 2 bis 1000-beinig, von gefedert bis pelzig) um einen kriechen, fliegen, tapsen. Geweckt werden vom Schrei der Gibbons, die hoch oben in den Lianen h\u00e4ngen. Ja, es lohnt sich.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-548 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?resize=525%2C350\" alt=\"Kao Yai Nationalpark\" width=\"525\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?resize=595%2C397&amp;ssl=1 595w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?resize=960%2C640&amp;ssl=1 960w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?resize=1260%2C840&amp;ssl=1 1260w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?resize=900%2C600&amp;ssl=1 900w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?w=1720&amp;ssl=1 1720w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?w=1050 1050w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips1.jpg?w=1575 1575w\" sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><\/p>\n\n<p><em>Gutenmorgen Dschungel: Aussicht aus unserem Zelt<\/em><\/p>\n<p><strong>Doi Inthanon: Wo du mit Thai-St\u00e4dter gemeinsam \u00fcber die Hitze jammern kannst<br \/>\n<\/strong>Der h\u00f6chste Berg Thailands haut einen nicht auf Anhieb um. F\u00fcr Bergverw\u00f6nte (\/Schweizer) sieht der Doi Inthanon eher wie ein H\u00fcgel mit Geb\u00fcsch aus. Dennoch lohnt sich der 2-st\u00fcndige Weg von Chiang Mai. Die holprige Strasse f\u00fchrt vorbei an drei atemberaubenden Wasserf\u00e4llen, in deren Becken man auch eine Runde schwimmen kann. Und das Beste: man muss es sich mit niemandem teilen. Touristen scheuen den Weg sowieso, und f\u00fcr die Thais ist es in dieser &#8220;H\u00f6he&#8221; zu kalt zum Schwimmen. Das\u00a0 ist denn auch der Grund, weshalb sich auf dem Gipfel einige Thai-St\u00e4dter tummeln. Sie kaufen sich oben auf der Spitze in einem kleinen Shop Wollm\u00fctzen und Schals. Gut eingepackt posieren sie dann vor der Temperaturanzeige. 15 Grad k\u00fchler als in der Stadt &#8211; das ist eine Attraktion. <a href=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg\"><img data-recalc-dims=\"1\" loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-549 size-medium\" src=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?resize=525%2C350\" alt=\"Waterfall\" width=\"525\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?resize=595%2C397&amp;ssl=1 595w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?resize=960%2C640&amp;ssl=1 960w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?resize=1260%2C840&amp;ssl=1 1260w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?resize=900%2C600&amp;ssl=1 900w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?w=1720&amp;ssl=1 1720w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?w=1050 1050w, https:\/\/i0.wp.com\/fionaendres.ch\/Wordpress\/wp-content\/uploads\/2016\/04\/tips3.jpg?w=1575 1575w\" sizes=\"(max-width: 525px) 100vw, 525px\" \/><\/a><\/p>\n<p><em>Plantschen im Wasserfall-Becken: weit und breit kein Mensch.<br \/>\n<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tanzende Minderj\u00e4hrige im Rotlichtmilieu, Mojitos in Eimern, abstossende Angebote geschrieben auf laminiertem Papier, Tourist darf auf einem Elefanten reiten, dumme Betrunkenheit tanzend im Vollmondschein, Str\u00e4nde voller Leuchtreklamen, alles ist m\u00f6glich, Tourist darf den Elefanten auch streicheln, Hamburger und Pizza. 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